Es ist einfach für mich, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und eigentlich fällt es mir sehr leicht, Sätze aneinander zu reihen und ein neues Kapitel in meinem Leben anzufangen.
Und ganz selbstverständlich scheinen da Punkte zu sein, die die Gedanken voneinander trennen, die Sätze und die Kapitel des Lebens. Aber in der Rückschau sehe ich nach meinen Sätzen ganz viel „Punkt, Punkt, Punkt“.
Man sagt, man sollte eine Tür nie ganz zuschlagen … Und es scheint mir, als hätte ich in diesem Zusammenhang ganz viele offene Türen und Fenster aus Kapiteln, die nicht mit einem Punkt beendet wurden, sondern in der Offenheit des unbeendeten Satzes.
Und wenn ich mir in diesem Spiegel meine Seele anschaue, ist sie tatsächlich immer offen und gut durchlüftet. Keine Spur von verstaubten Gedanken und Schimmel in den Ecken. Aber alles und jeder kann hinein und hinaus spazieren, wie er mag. Und nicht umsonst fällt mir gerade der Moment ein, als mich morgens auf meinem Küchentisch ein Waschbär begrüßte, der von meinem Obstteller naschte. Die Tür war nur angelehnt …
Türen und Gedanken offen halten bringt Frische und Bewegung, hilft empathisch zu sein und differenziert zu denken. Einen Punkt zu setzen und Dinge abzuschließen schützt vor Eindringlingen und Energieräubern, vor Durchzug und Unruhe.
Ich wünsche mir und Euch, immer zu wissen, wann der Satz zu Ende und ein Punkt zu setzen ist!
